Chronik der St. Hubertus
Schützenbruderschaft Kückelheim

1922 – 2022  ·  100 Jahre
Auszug aus der Vereinschronik, Seiten 10–30. Die vollständige Festschrift erschien zum 100-jährigen Jubiläum der St. Hubertus Schützenbruderschaft Kückelheim 1922 e.V.

1922 – 1938: Gründung & Aufbau

1922
Der Beginn einer Leidenschaft

Am 18. Juni 1922 lud der damalige Pfarrvikar Eduard Droll alle männlichen Bewohner der drei Ortschaften Kückelheim, Niedermarpe und Dormecke zur Gründungsversammlung in den Gasthof Neuhäuser ein. Die historisch begründete und enge Verbundenheit der katholischen Kirche zu den Schützenbruderschaften war sicherlich die ausschlaggebende Motivation zu diesem Schritt – sie findet sich noch heute im Leitspruch „Glaube – Sitte – Heimat“ wieder.

Auf Anhieb erklärten sich vierzig der Anwesenden bereit, den neuen Verein mitzubegründen, und wählten noch in gleicher Stunde den ersten Vorstand. Zum ersten Vorsitzenden bzw. ersten Brudermeister wurde Ferdinand Wagner gewählt; Initiator Pfarrvikar Droll wurde sogleich zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Schriftführer wurde Lehrer Franz Habig, Rendant (Kassierer) Johann Hengesbach. Erster Offizier: Paul Wiese; zweiter Offizier: Franz Feldmann; Hauptmann der gesamten Kompanie: Albert Röhrig.

Weichen für die Zukunft

Schon 2½ Monate nach der Gründung, am 3. September 1922, wurde das erste Schützenfest in einem geliehenen Zelt gefeiert. Schützenbruder Anton Neuhäuser machte den Vereinskameraden ein bemerkenswertes Angebot: Sollte der Verein sich bereit erklären, innerhalb von zwei Jahren ein Vereinshaus zu errichten, würde er dafür ein beliebig großes Grundstück auf seiner Hauswiese zur Verfügung stellen – dem heutigen Standort der Schützenhalle.

Frisch ans Werk (1922–1938)

Auf der ersten ordentlichen Generalversammlung am 17. September 1922 beschloss man, den Überschuss des Festes für notwendige Ausrüstungen auszugeben. Bereits auf der zweiten Generalversammlung am 5. Mai 1923 befasste man sich mit dem Bau eines Vereinshauses; ein Bauausschuss wurde gewählt. Die Finanzierung sollte durch Aktien zu einem Ausgabekurs von nicht unter 25 Mark erfolgen – insgesamt wurden Aktien im Wert von 1.500 Mark gezeichnet. Auf Empfehlung von Pfarrvikar Droll wurde außerdem beschlossen, eine Gedenktafel für die Verstorbenen des Ersten Weltkrieges in der Kirche anzubringen.

Die Generalversammlung vom 19. Juni 1924 beschloss, viele Arbeiten in Eigenleistung zu erbringen: Handwerker hatten 30 Arbeitsstunden, Pferdebesitzer 40 Arbeitsstunden unentgeltlich abzuleisten; im Fall der Nichterfüllung waren ersatzweise 50 Pfennig pro Stunde zu zahlen.

1924
Wohlbehütet Feste feiern

Im Oktober 1924 – 28 Monate nach der Gründung – war das Vereinshaus so weit fertiggestellt, dass man das erste Schützenfest darin feiern konnte. Im Jahre 1925 fand in den neuen Räumlichkeiten auch erstmals das Gesangfest des örtlichen Gesangvereins statt; dieser verpflichtete sich im Gegenzug, den gesamten Überschuss des Festes an den Schützenverein abzuführen.

Der Teufel sitzt im Detail

In den Folgejahren steuerte der Verein auf seine erste große Krise zu. Meinungsverschiedenheiten führten zum Vorwurf angeblicher Eigenmächtigkeiten der Vorstandsmitglieder. Das Amtsgericht Meschede und das Landgericht Arnsberg wurden bemüht; die Verfahren führten schließlich zu mehreren Neuwahlen.

1930
Unsere Fahne wehe voraus

Auf der Generalversammlung am 5. Mai 1930 beschlossen die anwesenden Schützenbrüder die Anschaffung einer Fahne in den Farben der Republik. Im Jahre 1932 wurde das Vereinshaus dem Fußballclub Kückelheim zur Gründungsversammlung und dem damit verbundenen Fest kostenlos überlassen.

1934
Ohne Moos nichts los

Trotz ständig steigender Mitgliederzahlen blieb die finanzielle Lage angespannt. Im Jahre 1934 wurde aus Gründen der Kostenersparnis kein Schützenfest gefeiert; die Mitgliedsbeiträge sollten zur Schuldentilgung verwendet werden. Ein Antrag bei der Gemeinde Eslohe auf Niederschlagung der Gemeindesteuer wurde vom damaligen Amtsbürgermeister abgelehnt.


1939 – 1952: Krieg und Neuanfang

1939–1947
Der Zweite Weltkrieg – Katastrophe

Mit dem Ausbruch des Zweiten Weltkrieges ergaben sich neue Schwierigkeiten für die Kückelheimer Schützen. Der wachsende Einfluss der Nationalsozialisten geht bereits aus den Protokollen der dreißiger Jahre hervor – sie schließen anordnungsgemäß mit dem „Deutschen Gruß“. Keiner hätte geglaubt, dass das Schützenfest im Jahre 1939 das vorläufig letzte sein würde. Die Vereinsführung blieb bis ins Jahr 1943 so weit wie möglich aktiv; von 1943 bis 1947 ruhte das Vereinsleben dann vollständig. Die Schützenhalle wurde in den Kriegsjahren von der bäuerlichen Bezugs- und Absatzgenossenschaft Kückelheim als Lagerhalle angemietet.

Aus der Asche entsteht neues Leben

Die erste Generalversammlung nach Beendigung des Zweiten Weltkrieges fand am 11. Juni 1947 statt. Dabei gedachte man besonders der vielen gefallenen, vermissten und in Gefangenschaft geratenen Schützenbrüder. Das erste Schützenfest nach Kriegsende feierte die Bruderschaft am 17. und 18. August 1947.

1948–1952
Die ersten Jahre nach dem Krieg

Nach der Währungsreform im Juni 1948 begannen die Schützenbrüder sogleich mit der Verschönerung ihrer Schützenhalle. Großzügige Spenden – insbesondere in Form von Holzbrettern – ermöglichten im Jahre 1949 einen neuen Fußboden. Erwähnenswert: Die Generalversammlung von 1949 beschloss, dass alle Schützenbrüder über siebzig zum Festzug mit einer Pferdekutsche gefahren werden sollten. Zum Vogelschießen des Schützenfestes 1951 wurde erstmals seit Ende des Zweiten Weltkrieges wieder scharfe Munition verwendet.


1953 – 1972: Ausbau & Wachstum

1952

In der Generalversammlung vom 23. März 1952 änderte die Bruderschaft die Kleiderordnung des Hofstaates: Die Damen des Hofstaates mussten nun keine langen Kleider mehr tragen, da sich dies aus finanziellen Gründen nicht jeder leisten konnte.

1953
Ein „All-Generationen-Haus“

Auf Anregung von Dorfpräses Vikar Goermann beschlossen die Kückelheimer Schützen den Bau eines Jugendheimes, das rechtsseitig an die Schützenhalle angebaut werden sollte. Im August 1953 trat der langjährige erste Brudermeister Anton Dröge aus gesundheitlichen Gründen zurück und wurde einstimmig zum Ehrenbrudermeister ernannt. Schon 1954 erfolgte der erste Spatenstich; nach kurzer Zeit konnte der Neubau fertiggestellt werden.

Ordnung muss sein

Um dem Verein ein einheitliches Aussehen zu geben, hatte sich nun jeder Schützenbruder einen Schützenhut und eine weiße Hose anzuschaffen.

1961
Wat mutt, dat mutt

Im Jahre 1961 musste die allseits beliebte Vogelstange „auf der Stenderke“ aus Sicherheitsgründen aufgegeben werden. Der Verein einigte sich schließlich mit Behörde und Eigentümer auf „Königs Appelhof“ als neuen Schießplatz.

1962
40 Jahre St. Hubertus – Herzlichen Glückwunsch

1962 feierte die Schützenbruderschaft ihr 40-jähriges Bestehen. Man lud alle noch lebenden Könige zum ersten Kaiserschießen ein. Als Sieger ging Josef Pieper aus Plettenberg hervor und wurde zum ersten Kaiser der St. Hubertus Schützenbruderschaft Kückelheim 1922 gekrönt.

1968–1972
Bau von Speisesaal mit Küche

Das nächste große Bauvorhaben war der Anbau von Speisesaal und Küche, die Errichtung neuer Toiletten sowie verschiedener Instandsetzungsmaßnahmen. Da das vorhandene Grundstück nicht ausreichte, wurde 1968 das Nachbargrundstück käuflich erworben. Im folgenden Jahr gab man die Baupläne in Auftrag. Ab dem 22. Februar 1970 ging es zügig voran.

Die Kosten sollten laut Generalversammlung vom 25. Juli 1971 140.000 DM betragen; davon musste die Schützenbruderschaft 46.000 DM selbst aufbringen – 30.000 DM in bar und 16.000 DM in Form von Eigenleistungen. Jedes Vereinsmitglied hatte 30 Arbeitsstunden abzuleisten.

1972
Ein halbes Jahrhundert

Pünktlich zum Jubiläumsfest konnte der Umbau abgeschlossen werden – die Schützenhalle erstrahlte in neuem Glanz. Auch zu diesem Jubiläum waren am Schützenfest-Samstag alle noch lebenden Schützenkönige zum Kaiserschießen geladen. Paul Dröge wurde neuer Kaiser. Zum Festzug erschienen die Nachbarvereine aus Bremke, Cobbenrode, Eslohe, Niedersalwey und Serkenrode. Vom Sauerländer Schützenbund wurde der Verein durch Übergabe einer Fahnenschleife geehrt.


1973 – 1999: Konsolidierung & neue Traditionen

1973

Nach dem letzten Bauvorhaben war die Vereinskasse arg strapaziert. Die Schützenbrüder beschlossen, die vereinseigene Halle in den Sommerferien an Jugendgruppen zu vermieten.

1974
Ein weiser Entschluss

Die Generalversammlung 1974 einigte sich darauf, das Schützenfest auf den Himmelfahrtstag vorzuverlegen. Aus heutiger Sicht war diese Entscheidung maßgeblich am erfolgreichen Verlauf der Vereinsgeschichte beteiligt – durch den frühen Termin in der Saison stieg die Besucherzahl umgehend und bescherte dem Verein ein volles Haus.

1975
Engagement honorieren

1975 wurde erstmals ein Schützenball gefeiert. Dieses Fest findet auch heute einmal im Jahr statt, um die Kameradschaft zu festigen und den Gemeinsinn zu fördern.

1977

Beim 1977 erstmals gefeierten Gemeindeschützenfest in Bremke gelang es dem amtierenden König Gerd Kochannek, die Regentschaft des Gemeindeschützenkönigs zu erringen.

1978–1979
Neue Zeiten, neue Herausforderungen

Schon fünf Jahre nach dem letzten Hallenumbau wurde die Schützenhalle mit einer Großraumheizung ausgestattet.

1980
Gemeindeschützenfest in Kückelheim

Das zweite Schützenfest der Gemeinde Eslohe fand 1980 in Kückelheim statt. Die umfangreichen organisatorischen Aufgaben wurden vom Vorstand zu aller Zufriedenheit gemeistert.

1982
60 Jahre Schützenbruderschaft

Beim Kaiserschießen unter dreißig Teilnehmern setzte sich Hans Saffran als neuer Kaiser durch. Gleichzeitig nahmen die Schützen die neu erbaute Vogelstange „in der Schledde“ in Gebrauch. Schützenhauptmann Josef Feldmann sen. erhielt unter großem Beifall den Orden für hervorragende Verdienste im Schützenwesen.

1983
Die Fortsetzung der Leidenschaft

Nach 29-jähriger Vorstandsarbeit stellte sich der erste Vorsitzende Erich Wulf nicht mehr zur Wiederwahl und wurde zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Neuer erster Vorsitzender wurde Johannes Cremer aus Dormecke.

1984
Wandel im Walzertakt

Im Jahre 1984 wurde die Festmusik erstmals vom Musikverein Sundern ausgeführt. Um deren Gage finanzieren zu können, musste der Mitgliedsbeitrag von 20 DM auf 30 DM erhöht werden – doch die Mehrausgaben hatten sich gelohnt.

1986
Die „Mutter“ der Kompanie

Nach 33-jähriger Vorstandsarbeit stellte sich Josef Feldmann sen. nicht mehr als Hauptmann zur Verfügung und wurde zum Ehrenmajor ernannt. Nachfolger wurde Karl Werner, der die Kompanie mit zahlreichen Teilnehmern zum Bundesschützenfest nach Medebach führte.

1988
Wieder gewonnen

Auf dem Gemeindeschützenfest in Cobbenrode wurde der amtierende Schützenkönig Ferdinand Wagner Gemeindeschützenkönig – bereits zum zweiten Mal stellte die Bruderschaft den Gemeindekönig. Die Königskette wurde wegen zu großen Gewichts um die Plaketten bis 1959 erleichtert.

1990
Auch „hinterm Zaun“ erfolgreich

Dem amtierenden Schützenkönig Thomas Kemper gelang es auf dem Kreisschützenfest in Bad Fredeburg, die hohe Würde des Kreisschützenkönigs zu erringen. Außerdem wurde die Schänke erstmals auf Prozentbasis vergeben – der Reingewinn erhöhte sich dadurch fast um das Doppelte.

1990–1992
Der zweite große Umbau der Schützenhalle

Im gleichen Jahr reiften die ersten Pläne zu einem erneuten Hallenumbau. Auslösendes Moment war die Tatsache, dass aufwendige Reparaturarbeiten anstehen würden und die Vermietungspolitik eine Erneuerung im sanitären Bereich erforderte. Bei einem Kassenbestand von rund 50.000 DM sollten diese Pläne realisiert werden. Es bildete sich ein zehnköpfiger Bauausschuss.

Jedes einheimische, zahlende Mitglied hatte eine Umlage von 300 DM zu entrichten und 30 Arbeitsstunden zu leisten. Der Umbau kennzeichnete sich durch vier Hauptbestandteile: Erneuerung des Hallendaches, neuer Fußboden mit Isolierung, Begradigung der Hallenfront und Einbau zusätzlicher Duschen im Sanitärbereich.

Exakter Baubeginn war der 21. Mai 1991. Vom Jungschützen bis zum beitragsfreien Mitglied zeichneten sich viele durch besonderen Einsatz aus. Beim großen offiziellen Richtfest am 24. August 1991 wurden exakt 2.525,51 DM gesammelt.

1992
70 Jahre Schützenbruderschaft

Nach 21-jähriger Vorstandstätigkeit stand Johannes Cremer nicht mehr zur Verfügung. Sein Nachfolger wurde Josef Feldmann jun. Zum 70-jährigen Bestehen fand wieder ein Kaiserschießen statt; neuer Kaiser wurde Hans Wolf aus Essen. Das Kaiserschießen wurde fortan im 5-jährigen Rhythmus durchgeführt.

1993

Am 13. März 1993 wurde erstmalig die Kreisdelegiertenversammlung des Kreisschützenbundes Meschede in der frisch renovierten Kückelheimer Vereinshalle abgehalten. Es gab reichlich Komplimente zur gelungenen Renovierung. Die Vorstandsmitglieder beschafften neue grüne Uniformjacken; außerdem wurden die noch heute gebräuchlichen Anstecknadeln eingeführt.

1994
Wir tilgen die Schulden in Grün

Die Schützenbruderschaft übernahm beim Gemeindeschützenfest die Schenke in Eigenregie, um den erhofften Erlös zur Schuldentilgung des Hallenumbaus zu steigern. Der Mitgliedsbeitrag stieg von 30 DM auf 40 DM.

1996
Ein Lied, ein Lied – der „Kückelheimer Schützenmarsch“

Das Jahr 1996 sollte durch einen besonderen Höhepunkt in der Vereinsgeschichte gekennzeichnet werden: Paul König, ein echtes „Kückelheimer Urgestein“ und mittlerweile stolze 86 Jahre alt – Dichter, Texter, Komponist und Dirigent – hatte für den Verein seinen Hubertusmarsch komponiert. Die Premiere auf dem Schützenfest 1996 war ein voller Erfolg. Der Musikverein Sundern und der MGV Kückelheim hatten den Marsch fleißig geprobt, und auch die Anwesenden stimmten schon bald mit ein. Seit 1996 ist der Marsch die Vereinshymne – ja mehr noch: die Dorfhymne.

1997
Anbauen und Renovieren zum 75. Vereinsjubiläum

Aus dem Renovierungs-Kraftakt von 1991/1992 verblieben noch einige unvollendete Baustellen: die morsche Mauer hinter der Theke, die Theke selbst, die veralteten Herrentoiletten und das Dach des Speisesaals. Aus Reihen des Gesangvereines kam der Vorschlag, über dem Speisesaal einen neuen Probenraum zu errichten. Jedes einheimische Mitglied hatte 24 Arbeitsstunden und 300 DM beizusteuern.

Am 30. und 31. August 1997 konnte pünktlich zum Jubiläum gefeiert werden. Neuer Schützenkaiser wurde Willi Korte vom Hügel. Alle Vereine der Gemeinde Eslohe sowie die Schützenbruderschaften Serkenrode und Bruchhausen waren zu Gast. Vom Sauerländer Schützenbund und dem Kreisschützenbund Meschede wurden Grußworte übermittelt; die Gemeindebruderschaften überreichten eine Fahnenschleife.

1998
Ruhigere Zeiten nach Fertigstellung der Baumaßnahmen

Im März wurden die neuen Räumlichkeiten über dem Speisesaal durch Präses Pastor Toborek gesegnet und feierlich eingeweiht.

1999
Eine neue Party wird ins Leben gerufen

Am 9. Januar wurde erstmals die „Schlagernacht“ veranstaltet. Das Stadtfanfarencorps Münster war zum Übungswochenende in der Schützenhalle. Bei Superstimmung wurde eine tolle Fete gefeiert, die sich seitdem als Erfolgsstory entwickelte. Die Gesamtinvestition der Baumaßnahmen der letzten Jahre wurde bei der Generalversammlung mit ca. 250.000 DM beziffert. Zur Jahrtausendwende wurde in der Schützenhalle ein Silvesterball für Jung und Alt veranstaltet.


2000 – 2021: Moderne Zeiten

2000
Vom Schützenkönig zum Gemeindeschützenkönig

Der amtierende Schützenkönig Markus Grünewald wurde beim Gemeindeschützenfest in Salwey neuer Gemeindeschützenkönig – und damit der dritte Gemeindekönig aus Kückelheim. Im Rahmen der Ehrungen beim Schützenfest wurde dem 1. Vorsitzenden Josef Feldmann der Orden für hervorragende Verdienste vom Kreisvorstand verliehen.

2001
Das erste Königstreffen findet statt

Im März fand das erste Treffen aller ehemaligen Schützenkönige und deren Partnerinnen statt – 60 Personen nahmen teil. Laut Versammlungsbeschluss soll das Königstreffen im 3-jährigen Rhythmus stattfinden.

2002
Aus DM wurde Euro – und wieder wird investiert

Im Zuge der Euro-Umstellung wurde der Mitgliedsbeitrag auf 25 Euro erhöht. Die Damentoiletten wurden von Grund auf erneuert, ebenso der Nebeneingang. Es wurden ca. 25.000 Euro investiert, wobei die Gemeinde Eslohe einen 25-prozentigen Zuschuss beisteuerte.

80 Jahre Schützenbruderschaft St. Hubertus

Theo Riekötter wurde mit dem 206. Schuss neuer Kaiser – 37 ehemalige Könige hatten sich beteiligt.

2003

Am 17. Juni verstarb Ehrenvorsitzender Erich Wulf im Alter von 79 Jahren nach kurzer Krankheit.

2004
Bau einer Heizungs- und Lüftungsanlage

Obwohl keine größeren Investitionen geplant waren, musste eine neue Heizung eingebaut werden, da die Abgaswerte nicht mehr eingehalten wurden. Die Kosten wurden auf ca. 30.000 Euro netto veranschlagt; es musste ein Darlehen über 15.000 Euro aufgenommen werden. Pünktlich zum Schützenfest wurde die Kückelheimer Internetseite fertiggestellt, auf der sich nun auch die Schützenbruderschaft präsentiert.

2005
Aus der „Schlagernacht“ wurde „Back to the 80s“

Am 2. April wurde erstmalig eine Party unter dem Titel „Back to the 80s“ veranstaltet – mit großem Erfolg.

2006

Die Verpflichtung eines DJs und eines Pizzabäckers in Verbindung mit einem guten Termin erwies sich als das Erfolgsrezept für die Party. Es wurden neue Stühle angeschafft – unter Beteiligung der Schützenbrüder mit 25 Euro pro Stuhl.

2007
85-jähriges Jubiläum mit Kaiserschießen

Beim Kaiserschießen wurde Toni Grünewald mit dem 138. Schuss neuer Kaiser. Der Bierumsatz stieg erstmalig auf über 50 hl. Nach der Schützenfestsaison gab der Musikverein Sundern bekannt, nach 23 Jahren nicht mehr die Festmusik spielen zu wollen. Die Blasmusik Endorf wurde zunächst für ein Jahr verpflichtet.

2008
Eine Ära geht zu Ende

Josef Feldmann stellte sich nach 28-jähriger Vorstandsarbeit nicht mehr zur Wahl und wurde einstimmig zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Zu seinem Nachfolger wählte die Versammlung Martin Wiese-Wagner, der bereits seit 18 Jahren im Vorstand tätig war.

Aus Schützenkönig wurde Kreisschützenkönig

Schützenkönig Christian Haslberger (genannt „Ötzi“) wurde nach nur einer halben Stunde Schießen mit dem 49. Schuss neuer Kreisschützenkönig – zum zweiten Mal nach 1990 stellte die Bruderschaft den Kreisschützenkönig. Haslberger schoss zuvor Krone und Zepter, und mit seinem dritten Schuss fiel der Vogel.

2009
Rekordverdächtiges Schützenfest

Das Schützenfest war so gut besucht, dass das neue Thekenteam an seine Grenzen kam. Besucherzahlen, Umsatz und Stimmung waren rekordverdächtig – der Bierumsatz stieg auf 55 hl.

2010
Vergrößerung der Garderobe

Die Garderobe wurde komplett abgeteilt und etwas vergrößert. Die Ansicht aus der Halle wurde durch eine Wand in Fachwerk-Optik deutlich aufgewertet.

2011
Erneuerung des Hallendaches

Aufgrund undichter Stellen musste das Hallendach komplett erneuert werden. Das Angebot von Firma Mester belief sich auf ca. 60.000 Euro netto für eine Blecheindeckung in Pfannen-Optik. Die gute Kassenlage ermöglichte die Investition ohne Kreditaufnahme.

2012
Schließung der „Alten Post“

Die letzte Kneipe – die „Alte Post“ – wurde für den Kneipenbetrieb geschlossen. Man machte sich Gedanken über einen neuen Treffpunkt zur Erhaltung des Dorflebens. So entstand die Idee, im damaligen Vorstandszimmer eine Art „Kneipenraum“ herzurichten und mit ehrenamtlichen Wirten zu betreiben. Das LEADER-Programm unterstützte genau solche Vorhaben und ermöglichte ab Oktober den Bau mit 55 Prozent Zuschuss. Unterstützung gab es auch durch die Firmen Ketten-Wulf, Veltins, WGS sowie Volksbank, Sparkasse und König’sche Stiftung.

Schützenfest zum 90-jährigen Bestehen

Beim Kaiserschießen wurde Winfried Korte neuer Kaiser. Der Andrang der Besucher sprengte alle gekannten Maße; beim Bierumsatz wurde die 60 hl leicht überschritten.

2013
Feierliche Eröffnung des KüBeL

Am 12. Januar 2013 konnte das Kückelheimer Begegnungs Lokal – KüBeL feierlich eröffnet und eingeweiht werden. Der Name war im Rahmen eines Wettbewerbs von Wolfgang Rommel vorgeschlagen worden; das Logo entwarf Steffi Böhle. Damit war das Ziel erreicht, einen Dorftreffpunkt für Jung und Alt zur Erhaltung und Förderung der Dorfgemeinschaft zu schaffen.

2014
Verabschiedung langjähriger Vorstandsmitglieder

Ferdinand Wagner und Lothar Pieper wurden nach 31 Jahren Vorstandstätigkeit als „Urgesteine“ verabschiedet, ebenso Norbert Eickelmann (24 Jahre) und Franz-Josef Kampmann (18 Jahre). Der Vorstand wurde um zwei Positionen erweitert, um eine Verjüngung einzuleiten. Außerdem wurde das Amt des Schriftführers eingeführt. Der Speisesaal wurde von Grund auf renoviert und neu gestaltet.

2015
Gelungenes Gemeindeschützenfest

Am 12. und 13. September war die Schützenbruderschaft nach 21 Jahren turnusmäßig wieder Ausrichter des Gemeindeschützenfestes. Da nicht alle Gäste in der Schützenhalle Platz hatten, wurde ein Zelt angemietet. Über 700 Personen nahmen am imposanten Festzug teil. Das Schützenfest selbst erreichte mit sagenhafte 66 hl Bierumsatz einen neuen Höchststand. Bei den Vorstandswahlen wurde der Vorstand auf sechs Positionen deutlich verjüngt.

2017
Renovierung des Jugendheims

Aus der Renovierung der Decke im Jugendheim wurde eine größere Baustelle: Die alte Decke und die darüber liegende alte Dachkonstruktion wurden abgerissen, eine neue Balkenlage mit Isolierung und Akustikplatten eingebaut, ebenso neue Rolltore. Insgesamt wurden ca. 50.000 Euro investiert. Beim Kaiserschießen zum 95-jährigen Bestehen setzte sich der Ehrenvorsitzende Josef Feldmann durch und wurde mit dem 86. Schuss neuer Kaiser.

2018
Verabschiedung langjähriger Vorstandsmitglieder

Der langjährige Geschäftsführer Peter Schmidt stellte sich nach 26 Jahren nicht mehr zur Wahl; sein Nachfolger wurde Carsten Cremer. Hallenwart Alfons Molitor wurde nach 22 Jahren verabschiedet. Im Mai trat die neue Datenschutzgrundverordnung in Kraft – auch die Vereinssatzung musste entsprechend erweitert werden.

2019
Renovierung Thekenbereich & Ausblick auf das Jubiläum

Zum Jahreswechsel wurde der Thekenbereich renoviert: Die Bleiverglasung hinter der Theke wurde durch Regale und beleuchtete Scheiben ersetzt, eine neue Deckenverkleidung angebracht und die Beleuchtung erneuert. Die Arbeiten erfolgten größtenteils in Eigenleistung. Die Planungen zum 100-jährigen Jubiläum 2022 begannen; die bestehende Chronik von 1997 sollte fortgeführt und erweitert werden.

2020
Corona-Pandemie lässt das Vereinsleben fast zum Erliegen kommen

Im Jahr 2023 ist die Gemeinde Eslohe turnusmäßig Ausrichter des Kreisschützenfestes – der Vorstand beschloss, die Durchführung zu übernehmen. Doch bedingt durch die Corona-Pandemie kam das Vereinsleben sozusagen zum Erliegen. Das eigentlich Unvorstellbare wurde Realität: Erstmals seit dem Zweiten Weltkrieg konnte kein Schützenfest stattfinden! Das Königspaar Benedikt und Anke Feldmann durfte im zweiten Jahr weiter regieren. Im Herbst wurden die Arbeiten zum Anbau der Toiletten für den KüBeL und des Jugendraums durchgeführt.

2021
Ein weiteres Jahr Pandemie – ein weiteres Jahr ohne Schützenfest

Das Jahr 2021 war weiterhin geprägt von der Covid-19-Pandemie. Stattdessen wurde im Rahmen der Möglichkeiten ein Gottesdienst in der Kulmecke gefeiert, anschließend gab es eine Pommesbude auf dem Schützenplatz. In der Kreisdelegiertenversammlung am 5. August in Gleidorf bekam die Bruderschaft den offiziellen Zuschlag zur Durchführung des Kreisschützenfestes 2023. Am 4. Juli wurde Präses Pastor Klaus Danne nach 18 Jahren verabschiedet. Zum Jahresende wurde in der Schützenhalle begonnen, die vertäfelte Fläche über der Theke zu renovieren – dort soll ein neuer Schriftzug zum 100-jährigen Jubiläum angebracht werden.

St. Hubertus Schützenbruderschaft Kückelheim 1922 e.V.  ·  Chronik 1922–2022

Aus der Festschrift zum 100-jährigen Jubiläum

Chronik der St. Hubertus
Schützenbruderschaft Kückelheim

1922 – 2022  ·  100 Jahre
Auszug aus der Vereinschronik, Seiten 10–30. Die vollständige Festschrift erschien zum 100-jährigen Jubiläum der St. Hubertus Schützenbruderschaft Kückelheim 1922 e.V.

1922 – 1938: Gründung & Aufbau

1922
Der Beginn einer Leidenschaft

Am 18. Juni 1922 lud der damalige Pfarrvikar Eduard Droll alle männlichen Bewohner der drei Ortschaften Kückelheim, Niedermarpe und Dormecke zur Gründungsversammlung in den Gasthof Neuhäuser ein. Die historisch begründete und enge Verbundenheit der katholischen Kirche zu den Schützenbruderschaften war sicherlich die ausschlaggebende Motivation zu diesem Schritt – sie findet sich noch heute im Leitspruch „Glaube – Sitte – Heimat“ wieder.

Auf Anhieb erklärten sich vierzig der Anwesenden bereit, den neuen Verein mitzubegründen, und wählten noch in gleicher Stunde den ersten Vorstand. Zum ersten Vorsitzenden bzw. ersten Brudermeister wurde Ferdinand Wagner gewählt; Initiator Pfarrvikar Droll wurde sogleich zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Schriftführer wurde Lehrer Franz Habig, Rendant (Kassierer) Johann Hengesbach. Erster Offizier: Paul Wiese; zweiter Offizier: Franz Feldmann; Hauptmann der gesamten Kompanie: Albert Röhrig.

Weichen für die Zukunft

Schon 2½ Monate nach der Gründung, am 3. September 1922, wurde das erste Schützenfest in einem geliehenen Zelt gefeiert. Schützenbruder Anton Neuhäuser machte den Vereinskameraden ein bemerkenswertes Angebot: Sollte der Verein sich bereit erklären, innerhalb von zwei Jahren ein Vereinshaus zu errichten, würde er dafür ein beliebig großes Grundstück auf seiner Hauswiese zur Verfügung stellen – dem heutigen Standort der Schützenhalle.

Frisch ans Werk (1922–1938)

Auf der ersten ordentlichen Generalversammlung am 17. September 1922 beschloss man, den Überschuss des Festes für notwendige Ausrüstungen auszugeben. Bereits auf der zweiten Generalversammlung am 5. Mai 1923 befasste man sich mit dem Bau eines Vereinshauses; ein Bauausschuss wurde gewählt. Die Finanzierung sollte durch Aktien zu einem Ausgabekurs von nicht unter 25 Mark erfolgen – insgesamt wurden Aktien im Wert von 1.500 Mark gezeichnet. Auf Empfehlung von Pfarrvikar Droll wurde außerdem beschlossen, eine Gedenktafel für die Verstorbenen des Ersten Weltkrieges in der Kirche anzubringen.

Die Generalversammlung vom 19. Juni 1924 beschloss, viele Arbeiten in Eigenleistung zu erbringen: Handwerker hatten 30 Arbeitsstunden, Pferdebesitzer 40 Arbeitsstunden unentgeltlich abzuleisten; im Fall der Nichterfüllung waren ersatzweise 50 Pfennig pro Stunde zu zahlen.

1924
Wohlbehütet Feste feiern

Im Oktober 1924 – 28 Monate nach der Gründung – war das Vereinshaus so weit fertiggestellt, dass man das erste Schützenfest darin feiern konnte. Im Jahre 1925 fand in den neuen Räumlichkeiten auch erstmals das Gesangfest des örtlichen Gesangvereins statt; dieser verpflichtete sich im Gegenzug, den gesamten Überschuss des Festes an den Schützenverein abzuführen.

Der Teufel sitzt im Detail

In den Folgejahren steuerte der Verein auf seine erste große Krise zu. Meinungsverschiedenheiten führten zum Vorwurf angeblicher Eigenmächtigkeiten der Vorstandsmitglieder. Das Amtsgericht Meschede und das Landgericht Arnsberg wurden bemüht; die Verfahren führten schließlich zu mehreren Neuwahlen.

1930
Unsere Fahne wehe voraus

Auf der Generalversammlung am 5. Mai 1930 beschlossen die anwesenden Schützenbrüder die Anschaffung einer Fahne in den Farben der Republik. Im Jahre 1932 wurde das Vereinshaus dem Fußballclub Kückelheim zur Gründungsversammlung und dem damit verbundenen Fest kostenlos überlassen.

1934
Ohne Moos nichts los

Trotz ständig steigender Mitgliederzahlen blieb die finanzielle Lage angespannt. Im Jahre 1934 wurde aus Gründen der Kostenersparnis kein Schützenfest gefeiert; die Mitgliedsbeiträge sollten zur Schuldentilgung verwendet werden. Ein Antrag bei der Gemeinde Eslohe auf Niederschlagung der Gemeindesteuer wurde vom damaligen Amtsbürgermeister abgelehnt.


1939 – 1952: Krieg und Neuanfang

1939–1947
Der Zweite Weltkrieg – Katastrophe

Mit dem Ausbruch des Zweiten Weltkrieges ergaben sich neue Schwierigkeiten für die Kückelheimer Schützen. Der wachsende Einfluss der Nationalsozialisten geht bereits aus den Protokollen der dreißiger Jahre hervor – sie schließen anordnungsgemäß mit dem „Deutschen Gruß“. Keiner hätte geglaubt, dass das Schützenfest im Jahre 1939 das vorläufig letzte sein würde. Die Vereinsführung blieb bis ins Jahr 1943 so weit wie möglich aktiv; von 1943 bis 1947 ruhte das Vereinsleben dann vollständig. Die Schützenhalle wurde in den Kriegsjahren von der bäuerlichen Bezugs- und Absatzgenossenschaft Kückelheim als Lagerhalle angemietet.

Aus der Asche entsteht neues Leben

Die erste Generalversammlung nach Beendigung des Zweiten Weltkrieges fand am 11. Juni 1947 statt. Dabei gedachte man besonders der vielen gefallenen, vermissten und in Gefangenschaft geratenen Schützenbrüder. Das erste Schützenfest nach Kriegsende feierte die Bruderschaft am 17. und 18. August 1947.

1948–1952
Die ersten Jahre nach dem Krieg

Nach der Währungsreform im Juni 1948 begannen die Schützenbrüder sogleich mit der Verschönerung ihrer Schützenhalle. Großzügige Spenden – insbesondere in Form von Holzbrettern – ermöglichten im Jahre 1949 einen neuen Fußboden. Erwähnenswert: Die Generalversammlung von 1949 beschloss, dass alle Schützenbrüder über siebzig zum Festzug mit einer Pferdekutsche gefahren werden sollten. Zum Vogelschießen des Schützenfestes 1951 wurde erstmals seit Ende des Zweiten Weltkrieges wieder scharfe Munition verwendet.


1953 – 1972: Ausbau & Wachstum

1952

In der Generalversammlung vom 23. März 1952 änderte die Bruderschaft die Kleiderordnung des Hofstaates: Die Damen des Hofstaates mussten nun keine langen Kleider mehr tragen, da sich dies aus finanziellen Gründen nicht jeder leisten konnte.

1953
Ein „All-Generationen-Haus“

Auf Anregung von Dorfpräses Vikar Goermann beschlossen die Kückelheimer Schützen den Bau eines Jugendheimes, das rechtsseitig an die Schützenhalle angebaut werden sollte. Im August 1953 trat der langjährige erste Brudermeister Anton Dröge aus gesundheitlichen Gründen zurück und wurde einstimmig zum Ehrenbrudermeister ernannt. Schon 1954 erfolgte der erste Spatenstich; nach kurzer Zeit konnte der Neubau fertiggestellt werden.

Ordnung muss sein

Um dem Verein ein einheitliches Aussehen zu geben, hatte sich nun jeder Schützenbruder einen Schützenhut und eine weiße Hose anzuschaffen.

1961
Wat mutt, dat mutt

Im Jahre 1961 musste die allseits beliebte Vogelstange „auf der Stenderke“ aus Sicherheitsgründen aufgegeben werden. Der Verein einigte sich schließlich mit Behörde und Eigentümer auf „Königs Appelhof“ als neuen Schießplatz.

1962
40 Jahre St. Hubertus – Herzlichen Glückwunsch

1962 feierte die Schützenbruderschaft ihr 40-jähriges Bestehen. Man lud alle noch lebenden Könige zum ersten Kaiserschießen ein. Als Sieger ging Josef Pieper aus Plettenberg hervor und wurde zum ersten Kaiser der St. Hubertus Schützenbruderschaft Kückelheim 1922 gekrönt.

1968–1972
Bau von Speisesaal mit Küche

Das nächste große Bauvorhaben war der Anbau von Speisesaal und Küche, die Errichtung neuer Toiletten sowie verschiedener Instandsetzungsmaßnahmen. Da das vorhandene Grundstück nicht ausreichte, wurde 1968 das Nachbargrundstück käuflich erworben. Im folgenden Jahr gab man die Baupläne in Auftrag. Ab dem 22. Februar 1970 ging es zügig voran.

Die Kosten sollten laut Generalversammlung vom 25. Juli 1971 140.000 DM betragen; davon musste die Schützenbruderschaft 46.000 DM selbst aufbringen – 30.000 DM in bar und 16.000 DM in Form von Eigenleistungen. Jedes Vereinsmitglied hatte 30 Arbeitsstunden abzuleisten.

1972
Ein halbes Jahrhundert

Pünktlich zum Jubiläumsfest konnte der Umbau abgeschlossen werden – die Schützenhalle erstrahlte in neuem Glanz. Auch zu diesem Jubiläum waren am Schützenfest-Samstag alle noch lebenden Schützenkönige zum Kaiserschießen geladen. Paul Dröge wurde neuer Kaiser. Zum Festzug erschienen die Nachbarvereine aus Bremke, Cobbenrode, Eslohe, Niedersalwey und Serkenrode. Vom Sauerländer Schützenbund wurde der Verein durch Übergabe einer Fahnenschleife geehrt.


1973 – 1999: Konsolidierung & neue Traditionen

1973

Nach dem letzten Bauvorhaben war die Vereinskasse arg strapaziert. Die Schützenbrüder beschlossen, die vereinseigene Halle in den Sommerferien an Jugendgruppen zu vermieten.

1974
Ein weiser Entschluss

Die Generalversammlung 1974 einigte sich darauf, das Schützenfest auf den Himmelfahrtstag vorzuverlegen. Aus heutiger Sicht war diese Entscheidung maßgeblich am erfolgreichen Verlauf der Vereinsgeschichte beteiligt – durch den frühen Termin in der Saison stieg die Besucherzahl umgehend und bescherte dem Verein ein volles Haus.

1975
Engagement honorieren

1975 wurde erstmals ein Schützenball gefeiert. Dieses Fest findet auch heute einmal im Jahr statt, um die Kameradschaft zu festigen und den Gemeinsinn zu fördern.

1977

Beim 1977 erstmals gefeierten Gemeindeschützenfest in Bremke gelang es dem amtierenden König Gerd Kochannek, die Regentschaft des Gemeindeschützenkönigs zu erringen.

1978–1979
Neue Zeiten, neue Herausforderungen

Schon fünf Jahre nach dem letzten Hallenumbau wurde die Schützenhalle mit einer Großraumheizung ausgestattet.

1980
Gemeindeschützenfest in Kückelheim

Das zweite Schützenfest der Gemeinde Eslohe fand 1980 in Kückelheim statt. Die umfangreichen organisatorischen Aufgaben wurden vom Vorstand zu aller Zufriedenheit gemeistert.

1982
60 Jahre Schützenbruderschaft

Beim Kaiserschießen unter dreißig Teilnehmern setzte sich Hans Saffran als neuer Kaiser durch. Gleichzeitig nahmen die Schützen die neu erbaute Vogelstange „in der Schledde“ in Gebrauch. Schützenhauptmann Josef Feldmann sen. erhielt unter großem Beifall den Orden für hervorragende Verdienste im Schützenwesen.

1983
Die Fortsetzung der Leidenschaft

Nach 29-jähriger Vorstandsarbeit stellte sich der erste Vorsitzende Erich Wulf nicht mehr zur Wiederwahl und wurde zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Neuer erster Vorsitzender wurde Johannes Cremer aus Dormecke.

1984
Wandel im Walzertakt

Im Jahre 1984 wurde die Festmusik erstmals vom Musikverein Sundern ausgeführt. Um deren Gage finanzieren zu können, musste der Mitgliedsbeitrag von 20 DM auf 30 DM erhöht werden – doch die Mehrausgaben hatten sich gelohnt.

1986
Die „Mutter“ der Kompanie

Nach 33-jähriger Vorstandsarbeit stellte sich Josef Feldmann sen. nicht mehr als Hauptmann zur Verfügung und wurde zum Ehrenmajor ernannt. Nachfolger wurde Karl Werner, der die Kompanie mit zahlreichen Teilnehmern zum Bundesschützenfest nach Medebach führte.

1988
Wieder gewonnen

Auf dem Gemeindeschützenfest in Cobbenrode wurde der amtierende Schützenkönig Ferdinand Wagner Gemeindeschützenkönig – bereits zum zweiten Mal stellte die Bruderschaft den Gemeindekönig. Die Königskette wurde wegen zu großen Gewichts um die Plaketten bis 1959 erleichtert.

1990
Auch „hinterm Zaun“ erfolgreich

Dem amtierenden Schützenkönig Thomas Kemper gelang es auf dem Kreisschützenfest in Bad Fredeburg, die hohe Würde des Kreisschützenkönigs zu erringen. Außerdem wurde die Schänke erstmals auf Prozentbasis vergeben – der Reingewinn erhöhte sich dadurch fast um das Doppelte.

1990–1992
Der zweite große Umbau der Schützenhalle

Im gleichen Jahr reiften die ersten Pläne zu einem erneuten Hallenumbau. Auslösendes Moment war die Tatsache, dass aufwendige Reparaturarbeiten anstehen würden und die Vermietungspolitik eine Erneuerung im sanitären Bereich erforderte. Bei einem Kassenbestand von rund 50.000 DM sollten diese Pläne realisiert werden. Es bildete sich ein zehnköpfiger Bauausschuss.

Jedes einheimische, zahlende Mitglied hatte eine Umlage von 300 DM zu entrichten und 30 Arbeitsstunden zu leisten. Der Umbau kennzeichnete sich durch vier Hauptbestandteile: Erneuerung des Hallendaches, neuer Fußboden mit Isolierung, Begradigung der Hallenfront und Einbau zusätzlicher Duschen im Sanitärbereich.

Exakter Baubeginn war der 21. Mai 1991. Vom Jungschützen bis zum beitragsfreien Mitglied zeichneten sich viele durch besonderen Einsatz aus. Beim großen offiziellen Richtfest am 24. August 1991 wurden exakt 2.525,51 DM gesammelt.

1992
70 Jahre Schützenbruderschaft

Nach 21-jähriger Vorstandstätigkeit stand Johannes Cremer nicht mehr zur Verfügung. Sein Nachfolger wurde Josef Feldmann jun. Zum 70-jährigen Bestehen fand wieder ein Kaiserschießen statt; neuer Kaiser wurde Hans Wolf aus Essen. Das Kaiserschießen wurde fortan im 5-jährigen Rhythmus durchgeführt.

1993

Am 13. März 1993 wurde erstmalig die Kreisdelegiertenversammlung des Kreisschützenbundes Meschede in der frisch renovierten Kückelheimer Vereinshalle abgehalten. Es gab reichlich Komplimente zur gelungenen Renovierung. Die Vorstandsmitglieder beschafften neue grüne Uniformjacken; außerdem wurden die noch heute gebräuchlichen Anstecknadeln eingeführt.

1994
Wir tilgen die Schulden in Grün

Die Schützenbruderschaft übernahm beim Gemeindeschützenfest die Schenke in Eigenregie, um den erhofften Erlös zur Schuldentilgung des Hallenumbaus zu steigern. Der Mitgliedsbeitrag stieg von 30 DM auf 40 DM.

1996
Ein Lied, ein Lied – der „Kückelheimer Schützenmarsch“

Das Jahr 1996 sollte durch einen besonderen Höhepunkt in der Vereinsgeschichte gekennzeichnet werden: Paul König, ein echtes „Kückelheimer Urgestein“ und mittlerweile stolze 86 Jahre alt – Dichter, Texter, Komponist und Dirigent – hatte für den Verein seinen Hubertusmarsch komponiert. Die Premiere auf dem Schützenfest 1996 war ein voller Erfolg. Der Musikverein Sundern und der MGV Kückelheim hatten den Marsch fleißig geprobt, und auch die Anwesenden stimmten schon bald mit ein. Seit 1996 ist der Marsch die Vereinshymne – ja mehr noch: die Dorfhymne.

1997
Anbauen und Renovieren zum 75. Vereinsjubiläum

Aus dem Renovierungs-Kraftakt von 1991/1992 verblieben noch einige unvollendete Baustellen: die morsche Mauer hinter der Theke, die Theke selbst, die veralteten Herrentoiletten und das Dach des Speisesaals. Aus Reihen des Gesangvereines kam der Vorschlag, über dem Speisesaal einen neuen Probenraum zu errichten. Jedes einheimische Mitglied hatte 24 Arbeitsstunden und 300 DM beizusteuern.

Am 30. und 31. August 1997 konnte pünktlich zum Jubiläum gefeiert werden. Neuer Schützenkaiser wurde Willi Korte vom Hügel. Alle Vereine der Gemeinde Eslohe sowie die Schützenbruderschaften Serkenrode und Bruchhausen waren zu Gast. Vom Sauerländer Schützenbund und dem Kreisschützenbund Meschede wurden Grußworte übermittelt; die Gemeindebruderschaften überreichten eine Fahnenschleife.

1998
Ruhigere Zeiten nach Fertigstellung der Baumaßnahmen

Im März wurden die neuen Räumlichkeiten über dem Speisesaal durch Präses Pastor Toborek gesegnet und feierlich eingeweiht.

1999
Eine neue Party wird ins Leben gerufen

Am 9. Januar wurde erstmals die „Schlagernacht“ veranstaltet. Das Stadtfanfarencorps Münster war zum Übungswochenende in der Schützenhalle. Bei Superstimmung wurde eine tolle Fete gefeiert, die sich seitdem als Erfolgsstory entwickelte. Die Gesamtinvestition der Baumaßnahmen der letzten Jahre wurde bei der Generalversammlung mit ca. 250.000 DM beziffert. Zur Jahrtausendwende wurde in der Schützenhalle ein Silvesterball für Jung und Alt veranstaltet.


2000 – 2021: Moderne Zeiten

2000
Vom Schützenkönig zum Gemeindeschützenkönig

Der amtierende Schützenkönig Markus Grünewald wurde beim Gemeindeschützenfest in Salwey neuer Gemeindeschützenkönig – und damit der dritte Gemeindekönig aus Kückelheim. Im Rahmen der Ehrungen beim Schützenfest wurde dem 1. Vorsitzenden Josef Feldmann der Orden für hervorragende Verdienste vom Kreisvorstand verliehen.

2001
Das erste Königstreffen findet statt

Im März fand das erste Treffen aller ehemaligen Schützenkönige und deren Partnerinnen statt – 60 Personen nahmen teil. Laut Versammlungsbeschluss soll das Königstreffen im 3-jährigen Rhythmus stattfinden.

2002
Aus DM wurde Euro – und wieder wird investiert

Im Zuge der Euro-Umstellung wurde der Mitgliedsbeitrag auf 25 Euro erhöht. Die Damentoiletten wurden von Grund auf erneuert, ebenso der Nebeneingang. Es wurden ca. 25.000 Euro investiert, wobei die Gemeinde Eslohe einen 25-prozentigen Zuschuss beisteuerte.

80 Jahre Schützenbruderschaft St. Hubertus

Theo Riekötter wurde mit dem 206. Schuss neuer Kaiser – 37 ehemalige Könige hatten sich beteiligt.

2003

Am 17. Juni verstarb Ehrenvorsitzender Erich Wulf im Alter von 79 Jahren nach kurzer Krankheit.

2004
Bau einer Heizungs- und Lüftungsanlage

Obwohl keine größeren Investitionen geplant waren, musste eine neue Heizung eingebaut werden, da die Abgaswerte nicht mehr eingehalten wurden. Die Kosten wurden auf ca. 30.000 Euro netto veranschlagt; es musste ein Darlehen über 15.000 Euro aufgenommen werden. Pünktlich zum Schützenfest wurde die Kückelheimer Internetseite fertiggestellt, auf der sich nun auch die Schützenbruderschaft präsentiert.

2005
Aus der „Schlagernacht“ wurde „Back to the 80s“

Am 2. April wurde erstmalig eine Party unter dem Titel „Back to the 80s“ veranstaltet – mit großem Erfolg.

2006

Die Verpflichtung eines DJs und eines Pizzabäckers in Verbindung mit einem guten Termin erwies sich als das Erfolgsrezept für die Party. Es wurden neue Stühle angeschafft – unter Beteiligung der Schützenbrüder mit 25 Euro pro Stuhl.

2007
85-jähriges Jubiläum mit Kaiserschießen

Beim Kaiserschießen wurde Toni Grünewald mit dem 138. Schuss neuer Kaiser. Der Bierumsatz stieg erstmalig auf über 50 hl. Nach der Schützenfestsaison gab der Musikverein Sundern bekannt, nach 23 Jahren nicht mehr die Festmusik spielen zu wollen. Die Blasmusik Endorf wurde zunächst für ein Jahr verpflichtet.

2008
Eine Ära geht zu Ende

Josef Feldmann stellte sich nach 28-jähriger Vorstandsarbeit nicht mehr zur Wahl und wurde einstimmig zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Zu seinem Nachfolger wählte die Versammlung Martin Wiese-Wagner, der bereits seit 18 Jahren im Vorstand tätig war.

Aus Schützenkönig wurde Kreisschützenkönig

Schützenkönig Christian Haslberger (genannt „Ötzi“) wurde nach nur einer halben Stunde Schießen mit dem 49. Schuss neuer Kreisschützenkönig – zum zweiten Mal nach 1990 stellte die Bruderschaft den Kreisschützenkönig. Haslberger schoss zuvor Krone und Zepter, und mit seinem dritten Schuss fiel der Vogel.

2009
Rekordverdächtiges Schützenfest

Das Schützenfest war so gut besucht, dass das neue Thekenteam an seine Grenzen kam. Besucherzahlen, Umsatz und Stimmung waren rekordverdächtig – der Bierumsatz stieg auf 55 hl.

2010
Vergrößerung der Garderobe

Die Garderobe wurde komplett abgeteilt und etwas vergrößert. Die Ansicht aus der Halle wurde durch eine Wand in Fachwerk-Optik deutlich aufgewertet.

2011
Erneuerung des Hallendaches

Aufgrund undichter Stellen musste das Hallendach komplett erneuert werden. Das Angebot von Firma Mester belief sich auf ca. 60.000 Euro netto für eine Blecheindeckung in Pfannen-Optik. Die gute Kassenlage ermöglichte die Investition ohne Kreditaufnahme.

2012
Schließung der „Alten Post“

Die letzte Kneipe – die „Alte Post“ – wurde für den Kneipenbetrieb geschlossen. Man machte sich Gedanken über einen neuen Treffpunkt zur Erhaltung des Dorflebens. So entstand die Idee, im damaligen Vorstandszimmer eine Art „Kneipenraum“ herzurichten und mit ehrenamtlichen Wirten zu betreiben. Das LEADER-Programm unterstützte genau solche Vorhaben und ermöglichte ab Oktober den Bau mit 55 Prozent Zuschuss. Unterstützung gab es auch durch die Firmen Ketten-Wulf, Veltins, WGS sowie Volksbank, Sparkasse und König’sche Stiftung.

Schützenfest zum 90-jährigen Bestehen

Beim Kaiserschießen wurde Winfried Korte neuer Kaiser. Der Andrang der Besucher sprengte alle gekannten Maße; beim Bierumsatz wurde die 60 hl leicht überschritten.

2013
Feierliche Eröffnung des KüBeL

Am 12. Januar 2013 konnte das Kückelheimer Begegnungs Lokal – KüBeL feierlich eröffnet und eingeweiht werden. Der Name war im Rahmen eines Wettbewerbs von Wolfgang Rommel vorgeschlagen worden; das Logo entwarf Steffi Böhle. Damit war das Ziel erreicht, einen Dorftreffpunkt für Jung und Alt zur Erhaltung und Förderung der Dorfgemeinschaft zu schaffen.

2014
Verabschiedung langjähriger Vorstandsmitglieder

Ferdinand Wagner und Lothar Pieper wurden nach 31 Jahren Vorstandstätigkeit als „Urgesteine“ verabschiedet, ebenso Norbert Eickelmann (24 Jahre) und Franz-Josef Kampmann (18 Jahre). Der Vorstand wurde um zwei Positionen erweitert, um eine Verjüngung einzuleiten. Außerdem wurde das Amt des Schriftführers eingeführt. Der Speisesaal wurde von Grund auf renoviert und neu gestaltet.

2015
Gelungenes Gemeindeschützenfest

Am 12. und 13. September war die Schützenbruderschaft nach 21 Jahren turnusmäßig wieder Ausrichter des Gemeindeschützenfestes. Da nicht alle Gäste in der Schützenhalle Platz hatten, wurde ein Zelt angemietet. Über 700 Personen nahmen am imposanten Festzug teil. Das Schützenfest selbst erreichte mit sagenhafte 66 hl Bierumsatz einen neuen Höchststand. Bei den Vorstandswahlen wurde der Vorstand auf sechs Positionen deutlich verjüngt.

2017
Renovierung des Jugendheims

Aus der Renovierung der Decke im Jugendheim wurde eine größere Baustelle: Die alte Decke und die darüber liegende alte Dachkonstruktion wurden abgerissen, eine neue Balkenlage mit Isolierung und Akustikplatten eingebaut, ebenso neue Rolltore. Insgesamt wurden ca. 50.000 Euro investiert. Beim Kaiserschießen zum 95-jährigen Bestehen setzte sich der Ehrenvorsitzende Josef Feldmann durch und wurde mit dem 86. Schuss neuer Kaiser.

2018
Verabschiedung langjähriger Vorstandsmitglieder

Der langjährige Geschäftsführer Peter Schmidt stellte sich nach 26 Jahren nicht mehr zur Wahl; sein Nachfolger wurde Carsten Cremer. Hallenwart Alfons Molitor wurde nach 22 Jahren verabschiedet. Im Mai trat die neue Datenschutzgrundverordnung in Kraft – auch die Vereinssatzung musste entsprechend erweitert werden.

2019
Renovierung Thekenbereich & Ausblick auf das Jubiläum

Zum Jahreswechsel wurde der Thekenbereich renoviert: Die Bleiverglasung hinter der Theke wurde durch Regale und beleuchtete Scheiben ersetzt, eine neue Deckenverkleidung angebracht und die Beleuchtung erneuert. Die Arbeiten erfolgten größtenteils in Eigenleistung. Die Planungen zum 100-jährigen Jubiläum 2022 begannen; die bestehende Chronik von 1997 sollte fortgeführt und erweitert werden.

2020
Corona-Pandemie lässt das Vereinsleben fast zum Erliegen kommen

Im Jahr 2023 ist die Gemeinde Eslohe turnusmäßig Ausrichter des Kreisschützenfestes – der Vorstand beschloss, die Durchführung zu übernehmen. Doch bedingt durch die Corona-Pandemie kam das Vereinsleben sozusagen zum Erliegen. Das eigentlich Unvorstellbare wurde Realität: Erstmals seit dem Zweiten Weltkrieg konnte kein Schützenfest stattfinden! Das Königspaar Benedikt und Anke Feldmann durfte im zweiten Jahr weiter regieren. Im Herbst wurden die Arbeiten zum Anbau der Toiletten für den KüBeL und des Jugendraums durchgeführt.

2021
Ein weiteres Jahr Pandemie – ein weiteres Jahr ohne Schützenfest

Das Jahr 2021 war weiterhin geprägt von der Covid-19-Pandemie. Stattdessen wurde im Rahmen der Möglichkeiten ein Gottesdienst in der Kulmecke gefeiert, anschließend gab es eine Pommesbude auf dem Schützenplatz. In der Kreisdelegiertenversammlung am 5. August in Gleidorf bekam die Bruderschaft den offiziellen Zuschlag zur Durchführung des Kreisschützenfestes 2023. Am 4. Juli wurde Präses Pastor Klaus Danne nach 18 Jahren verabschiedet. Zum Jahresende wurde in der Schützenhalle begonnen, die vertäfelte Fläche über der Theke zu renovieren – dort soll ein neuer Schriftzug zum 100-jährigen Jubiläum angebracht werden.

St. Hubertus Schützenbruderschaft Kückelheim 1922 e.V.  ·  Chronik 1922–2022

Aus der Festschrift zum 100-jährigen Jubiläum